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Zusatzstoffe

Vielfältige und unentbehrliche Helfer mit Geschichte
Mayonnaise: Eigelb ist eine häufig verwendete Zutat, um Wasser und Öl in eine stabile Mischung zu bringen.
Ohne Zusatzstoffe wäre unser Lebensmittelangebot in der heutigen Form überhaupt nicht denkbar. Wer anderes behauptet, der übersieht, dass es vorrangig die moderne Lebensmitteltechnologie war, die uns ein gleichermaßen reichhaltiges wie hochwertiges Ernährungsangebot gesichert hat, von der gesundheitlichen Unbedenklichkeit einmal ganz abgesehen.

Doch die Verwendung von Zusatzstoffen ist nicht neu, schon immer hat man sich bei der traditionellen Lebensmittelverarbeitung die Wirkung bestimmter Stoffe oder Zutaten zunutze gemacht: Mit Salz, Essig, Rauch, Kräutern, Honig und Zucker werden Lebensmittel aromatisiert, gefärbt und zugleich konserviert, d. h. haltbar gemacht. Eigelb ist eine häufig verwendete Zutat, um Wasser und Öl in eine stabile Mischung, z. B. als Mayonnaise, zu bringen. In jedem Haushalt erfordert die Verarbeitung von Lebensmitteln die Verwendung von Stoffen, die helfen, bestimmte gewünschte Eigenschaften zu erzielen. Soll der Kuchen locker werden, so nimmt man Backpulver, ein Zusatzstoffgemisch. Um die Konfitüre streichfähig zu machen, nimmt man Gelierzucker, der Pektin enthält. Andere Beispiele lassen sich finden, die deutlich machen: Zusatzstoffe werden sowohl im Haushalt als auch bei der handwerklichen und industriellen Lebensmittelherstellung verwendet.

Warum verwenden Hersteller überhaupt Zusatzstoffe?


Die heute verwendeten Zusatzstoffe werden hauptsächlich aus folgenden Gründen zugesetzt:

  • um zu gewährleisten, dass Lebensmittel hygienisch einwandfrei bleiben, bis sie verzehrt sind, und um damit die Gefahr von Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden (z. B. durch Zusatz von Konservierungsstoffen),
  • um appetitliche Convenience-Produkte (z. B. Fertiggerichte) anzubieten (durch Zusatz von Stabilisatoren),
  • um der steigenden Zahl von berufstätigen Eltern, Singles und älteren Menschen bedarfsgerechte Lebensmittel anbieten zu können,
  • um ein preiswürdiges Lebensmittelangebot zur Verfügung zu stellen,
  • um die Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack zu erhalten (z. B. durch Antioxidationsmittel),
  • um die Konsistenz (Festigkeit, Streichfähigkeit etc.) zu verändern bzw. zu erhalten (z. B. durch Zusatz von Emulgatoren oder Geliermitteln), um dem Verbraucher eine größere Auswahl kalorienreduzierter Lebensmittel zu bieten,
  • um gleich bleibende Qualität zu sichern,
  • um die Vorratshaltung zu ermöglichen,
  • um jahreszeitlich unabhängig Lebensmittel anzubieten.
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