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Geschichte

Geschichte der Lebensmittelkennzeichnung

Nährwertkennzeichnung
Zu Beginn der 1970er Jahre begann sich der BLL mit der Nährwertkennzeichnung zu befassen. Hintergrund war die Absicht des Verordnungsgebers, klare Regelungen für Werbeaussagen im Hinblick auf Kalorien und bestimmte Nährstoffe zu schaffen.

Im Dezember 1977 wurde dann die Nährwert-Kennzeichnungsverordnung (NKV) erlassen. Sie schrieb die Nährwertkennzeichnung nicht verbindlich für alle Lebensmittel vor, sondern nur dann, wenn freiwillig nährwertbezogene Angaben (Angaben über den Energiegehalt/Brennwert oder die sich auf den Gehalt an Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate oder Alkohol beziehen) gemacht werden. Die Verordnung folgte damit dem Prinzip der optionell/obligatorischen Nährwertkennzeichnung. Lediglich im Bereich der Diätverordnung war eine Nährwertkennzeichnung verbindlich vorgeschrieben.

Des Weiteren enthielt die NKV ein Verbot von Bezeichnungen, Angaben oder Aufmachungen, die daraufhin deuten, dass ein Lebensmittel schlankmachende, schlankheitsfördernde oder gewichtsverringernde Eigenschaften besitzt sowie konkrete Anforderungen an Hinweise auf einen geringen und verminderten Brennwert bzw. auf einen verminderten Nährstoffgehalt.

Abgelöst wurde die NKV durch die LMIV am 13. Dezember 2014. Sie schreibt eine verbindliche Nährwertdeklaration vor, allerdings erst ab 13. Dezember 2016. Will man bis dahin freiwillig eine Nährwertkennzeichnung vornehmen, so muss man sich allerdings an die Vorgaben der LMIV halten. Ab Dezember 2016 muss jedes verpackte Lebensmittel mit einer Nährwertdeklaration versehen werden.

BLL befürwortete freiwillige Nährwertkennzeichnung


Jahrelang hatte der BLL in Übereinstimmung mit seiner grundsätzlichen Haltung zur Vermeidung überflüssiger staatlicher Regelungen eine verbindliche Nährwertkennzeichnung abgelehnt, da sie freiwillig immer weitere Verbreitung fand. Konsequenter Weise hat er wiederholt an die Wirtschaft appelliert, aus Eigeninitiative Nährwertkennzeichnung vorzunehmen. Vom BLL in Auftrag gegebene Erhebungen zeigten, dass dies gefruchtet hat und mit der Zeit bis zu 80 Prozent der verpachten Lebensmittel Nährwertinformationen trugen.

Seit der ersten Nährwertkennzeichnungsverordnung aus dem Jahre 1977 hat sich der BLL intensiv mit dieser schwierigen Rechtsmaterie befasst. Er hat zu den verschiedenen Entwicklungsphasen dieses Rechtsbereiches Leitfäden erstellt, die den rechtsunterworfenen Unternehmen wertvolle Hinweise für den Umgang mit den Anforderungen gaben.
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