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Geschichte

Leitsatzarbeit zum Deutschen Lebensmittelbuch

"Schneckentempo" und emotionale Ausbrüche
Über die Jahrzehnte erwiesen sich die Arbeiten der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission stets als schwierig. Sie gingen nur sehr langsam voran, und mehrfach wurde im BLL-Kuratorium Klage darüber geführt, dass die Erarbeitung und Verabschiedung von Verordnungen schneller möglich sei als die Einigung auf einen Leitsatz. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So wurde das, was sich über Generationen als Handelsbrauch herausgebildet hat, nicht ohne weiteres von allen Mitgliedern als Verkehrsauffassung anerkannt. Tradition stieß auf moderne lebensmitteltechnologische Verfahren.

Die Diskussionen in den Fachausschüssen wie auch die abschließenden Beratungen im Plenum zeigten in der Regel großes Engagement der Teilnehmer, zuweilen aber auch übersteigerte Emotionen. Diese führten in den 1980er Jahren in einem Fall sogar zur Androhung von Prügel durch einen Sachverständigen gegenüber einem Mitglied eines Fachausschusses. In dem gleichen Gremium warf der Vorsitzende aus Verärgerung über eine Detailfrage Knall auf Fall den Vorsitz nieder und löste damit ein bis dahin nicht gekanntes Beben aus. Die Mitarbeit in den Fachausschüssen, wie auch im Präsidium oder im Plenum stellt(e) zugegebenermaßen hohe Anforderungen an die Geduld, wenn nicht gar an die Leidensfähigkeit der Beteiligten, wurde und wird doch zum Teil über kleinste Detailfragen mit großer Verve und Leidenschaft gestritten.

Für den BLL stellte sich von Anfang an die Frage, ob neben oder zusätzlich zu den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches noch Bedarf an den eigenen Richtlinien bzw. Begriffsbestimmungen besteht. Dies wurde grundsätzlich bejaht, und von Fall zu Fall entschieden, ob bestimmte Aspekte, die nicht in den Leitsätzen behandelt waren, noch Gegenstand von BLL-Richtlinien sein sollten.
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