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Geschichte

Der BLL als Krisenmanager

Krisen und ihre Wirkungen
Seit etwa Mitte der 1980er Jahre wird die Lebensmittelwirtschaft hin und wieder von Krisen heimgesucht. Dabei ging es um unerwartete Funde bestimmter Substanzen in Lebensmitteln, um Belastungen mit radioaktiven Stoffen, um Hygieneprobleme, um den Rinderwahn (BSE), um Betrügereien (z. B. Pferdefleisch statt deklariertem Rindfleisch) und um weitere tatsächliche oder angebliche Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften.

In aller Regel kam es – zum Glück – zu keiner Gesundheitsgefährdung; die große Ausnahme war die EHEC-Tragödie 2012, die zu vielen Todesopfern und zum Teil äußerst schweren Erkrankungen führte.

Der Begriff „Lebensmittelskandal“ ist die gängige Beschreibung der Öffentlichkeit, und zwar auch für solche Vorkommnisse, die von niemandem in der Lebensmittelkette zu verantworten sind, wie die Acrylamid-Problematik. Auch sie wurden und werden gern als weiterer Beweis in der Grundkritik am modernen Lebensmittelangebot, an den zum Einsatz gelangenden Stoffen und Verfahren angeführt.

Die mediale Skandalisierung mag zwar die Auflage oder auch die Einschaltquote erhöhen, sie dient aber nicht der sachgerechten Lösung der jeweiligen Problematik, vielmehr setzt sie die Politik unter Zugzwang, was wiederum sehr leicht zu Aktionismus an Stelle überlegten, sachbezogenen Handelns führt. Auf Krisen welcher Art und Güte auch immer reagiert die Politik vielfach reflexartig, denn sie ruft stereotyp nach Verschärfung der Vorschriften, Erhöhung des Strafmaßes, besserer Kontrolle oder nach Werbeverboten.

Mit der Zeit wurde immer deutlicher, dass sich Krisen mit einem bestimmten Potenzial in der Regel nicht auf ein Unternehmen und selbst kaum auf eine Branche eingrenzen lassen, dass in den allermeisten Fällen die Lebensmittelwirtschaft insgesamt tangiert ist, oftmals auch grenzüberschreitend. Die Gründe dafür liegen in der Medialisierung und Politisierung der Thematik – insbesondere in Ausnahmesituationen wie einer Krise. Regelmäßig verführt eine Krise auch zu einem politischen Wettlauf.
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