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Geschichte

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis (Ovid)

Gastworte von Joachim Bergmann, ZENK Rechtsanwälte/Vorsitzender des BLL-Rechtsausschusses
Betrachtet man den BLL – und sein Wirken – über die Jahre, so scheint obiges Zitat (die Zeiten ändern sich, und wir uns in ihnen) in herausragendem Maße auf ihn zuzutreffen. Über die sechs Jahrzehnte seines Bestehens war und ist der BLL Speerspitze zahlreicher Entwicklungen gewesen, hat Trends und Tendenzen frühzeitig gesetzt bzw. erkannt.

Revolutionäres war nie Ding des BLL, vielmehr hat er sich der permanenten Evolution von Anbeginn an verschrieben. Nie Stillstand. Stetige Suche nach Optimierung. Darum geht es dem BLL. Ausgerichtet an der Sache und am Interesse seiner Mitglieder. Überragend seine Akzeptanz bei alle Stakeholdern der Branche (Fachverbände, Wissenschaft, Behörden, Politik etc.). Interdisziplinäre Kompetenz, aktives und kompromissloses Eintreten für die Werte und Interessen der Lebensmittelwirtschaft, das alles ausgerichtet an übergeordneten Grundsätzen und Tugenden des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Das hat den BLL schon immer ausgezeichnet.

Der BLL wird von seinen Mitgliedern als beispielgebender Dienstleister verstanden und geschätzt. Mit dem Internet haben sich dabei die Art und Weise seiner Beratungsleistung zunehmend verändert. Es gibt kein Herrschaftswissen mehr, keine versteckten Urteile von relevanter Bedeutung. Alles, Fakten wie Grundlagenwissen, ist im Internet recherchierbar. Damit haben sich aber auch ein Teil der Arbeit des BLL und die Anforderung seitens der Mitglieder an ihn verschoben. Zunehmend ist das überragende Netzwerk des BLL, das er sich in jahrzehntelanger Arbeit verdient hat, von immer größerem Wert für seine Mitglieder und die ganze Lebensmittelwirtschaft. Dazu zählt auch die Brüsseler Dependance, die Brücke von den nationalen Implikationen zum Gemeinschaftsrecht und seinen politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Gäbe es den BLL nicht schon seit sechs Jahrzehnten, man müsste ihn ad hoc gründen. Dabei muss es auch als ehrenvolle Pflicht verstanden werden, gleichgewichtig mit der Institution des BLL die Menschen hinter ihm zu würdigen und ihnen zu danken. Ohne seine hochqualifizierten, engagierten, kreativen und seriös-loyalen Mitarbeiter ist der BLL nicht denkbar, gäbe es ihn nicht einmal.

Der Laudator ist sich bewusst, alttestamentarisch gefehlt zu haben: Zu viel Honig ist nicht gut. Ebenso spare mit ehrenden Worten. Die Bitte um Nachsicht wird mit dem Hinweis ‚es musste sein, es ging nicht anders‘ verbunden.
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