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Geschichte

Immer willkommen am Runden Tisch der Normung

Gastworte von Dr. Ulrike Bohnsack, Geschäftsleitung des Deutschen Instituts für Normung e. V.
Das Engagement der Lebensmittelindustrie in der Normung hat eine lange Tradition. Schon 1966 zur Konstituierung des Beirats des heutigen DIN-Normenausschusses Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte (NAL) saß der damalige Wissenschaftliche Leiter des BLL als Vertreter der Wirtschaftskreise mit am Tisch. In den folgenden Jahren ergaben sich sogar besondere „personelle Verknüpfungen“.

Ein damaliger Geschäftsführer des NAL wurde später Wissenschaftlicher Leiter im BLL und der jetzige Vorsitzende des NAL-Beirates war vor 25 Jahren als Wissenschaftlicher Leiter im BLL tätig. Eine engere Verzahnung zwischen DIN und BLL kann man sich nicht wünschen und sollte Grundlage für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sein.

Das Portfolio des NAL umfasst gegenwärtig mehr als 900 Normen. Die in den letzten Jahrzehnten stattfindende Verlagerung auf die internationale Ebene spiegelt den erweiterten Aktionsradius der Lebensmittelindustrie wider. Mit Normen definiert man die Rahmenbedingungen der Märkte weltweit und trägt damit zur strategischen Absicherung der eigenen wirtschaftlichen Interessen bei. Für eine Branche, die sich mit Produkten auf höchstem Niveau in punkto Sicherheit und Gesundheitsschutz der Konsumenten in einem scharfen preislichen Wettbewerb behaupten muss, ist die Mitgestaltung der freiwillig zu vereinbarenden Anforderungsprofile von eminenter Bedeutung.

Die aktive Unterstützung und Mitwirkung des BLL ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Normung. Der BLL bündelt die Expertise der Branche und vermittelt die Ergebnisse der Normungsarbeit an seine Mitglieder. Vom BLL autorisierte Experten sind in vielen NAL-Gremien vertreten, wenn die dort behandelten Themen wichtig für die Lebensmittelwirtschaft sind. Selbst bei schwierigen Norm-Projekten, wo die Interessen der öffentlichen Hand und der Wirtschaft weit auseinander gehen, gelingt es meist – durch die konsensbasierte Arbeitsweise auf der Plattform DIN – eine Lösung zu finden. Die effektive Interessensvertretung durch den BLL trägt dazu bei, dass praxisgerechte Inhalte erarbeitet werden und die aus Sicht des BLL manchmal überzogenen staatlichen Initiativen hinsichtlich des notwendigen Bedarfs und Inhalts von Normen korrigiert werden können.

Als DIN wünschen wir uns die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem BLL und sind zuversichtlich, dass die hohe strategische Bedeutung seines Einsatzes in dessen Mitgliedsunternehmen entsprechend gewürdigt wird.
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