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BLL-Jahrestagung 2014

08.05.2014
, Berlin

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Neben Bundesminister Christian Schmidt standen bei der BLL-Jahrestagung 2014 zwei Menschen besonders im Mittelpunkt: So wurde Stephan Nießner, Mitglied der Geschäftsführung von Ferrero Deutschland, auf der Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Präsidenten des Spitzenverbands der Lebensmittelwirtschaft gewählt und hielt sogleich seine erste öffentliche Rede in neuer Funktion.

Außerdem galt das Interesse hauptsächlich ihm – dem „mündigen Verbraucher“. Nicht nur in den Reden, sondern auch in der Podiumsdiskussion wurden Statements und Theorien über die Bedeutung der eigenen Verantwortung auf der einen und möglicher staatlicher Bevormundung auf der anderen Seite aufgestellt und intensiv diskutiert.

Plädoyer für Wahlfreiheit und Souveränität


Stephan Nießner, der neue Präsident des Bund für Lebensmittelkunde und Lebensmittelrecht e. V. (BLL).


Mit Blick auf die anstehenden Wahlen des Europäischen Parlaments hat sich BLL-Präsident Stephan Nießner in seiner Rede vor allem für Wahlfreiheit und gegen staatliche Angebotslenkung ausgesprochen. Er plädierte er für eine Politik, die die Rahmen setzt für kritische, aber eigenverantwortliche Entscheidungen. „Ich möchte keine Politik, die mich erziehen will. Lassen Sie uns das hohe Gut der Wahlfreiheit wahren – sei es im Hinblick auf die Europawahl, wo wir alle die Wahl haben, dort unser Kreuzchen zu setzen, wo wir es für richtig befinden. Oder sei es im Hinblick auf die Wahl für das, was wir essen.“

Zum Download: Antrittsrede von BLL-Präsident Stephan Nießner
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt bei seiner Ansprache. Vergrößern


Auch Bundesminister Christian Schmidt unterstrich in seiner Ansprache die Souveränität des Verbrauchers: „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Staat, wo er kann, auf Freiwilligkeit setzen sollte. Denn ich bin mir dessen bewusst, dass jede neue Vorschrift eine potentielle Gefahr für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand im Land ist.“

Prof. Dr. Markus Möstl, Universität Bayreuth, bei seinem Vortrag „Das Verbraucherleitbild aus wissenschaftlich-juristischer Sicht“. Vergrößern


Professor Markus Möstl, Direktor der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth, beleuchtete verschiedene Modelle des Verbraucherleitbildes aus wissenschaftlich-juristischer Sicht und kam zu dem Schluss, dass das „Leitbild eines angemessen verständigen Verbrauchers Zukunft hat“. Er räumte aber ein, dass der Gesetzgeber sicher auch weiterhin situationsbedingt andere Maßstabe zu grunde legen würde.

Zum Download: Vortrag von Professor Markus Möstl

Der Verbraucher – Zwischen Mündel und Mündigkeit


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Bei der abschließenden Podiumsdiskussion mit Renate Künast, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz, Dr. Holger Krawinkel, Bereichsleiter Verbraucherpolitik und Mitglied der Geschäftsleitung des Verbraucherzentale Bundesverbands (vzbv), Jan-Philipp Hein, Journalist, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth und BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff, ging es vor allem um die Frage, welche Informationen und welche Ausbildung die Verbraucher benötigen, um selbständige Entscheidungen treffen zu können. Einigkeit bestand darin, dass Ernährungserziehung und die Vermittlung von Wissen rund um Lebensmittel bereits im Kindesalter beginnen sollte.

Podiumsdiskussion, geleitet durch Volker Wieprecht, mit Renate Künast, Prof. Dr. Stefan Leible, Dr. Holger Krawinkel, Jan-Philipp Hein und Christoph Minhoff (v.l.n.r.). Vergrößern


Impressionen




Ein erfolgreiches BLL-Jahr


Eine Übersicht über die vorangegangenen Leistungen des BLL und ein erfolgreiches Jahr aus kommunikativer Sicht bietet der folgende Videorückblick:

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Veranstaltungsbeginn

08.05.2014

Ort

Berlin
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