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BLL-Jahrestagung 2015

Jubiläums-Veranstaltung am 22./23. April 2015 in Berlin

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Der 10. März 1955 war die Geburtsstunde des BLL. 60 Jahre, nachdem Vertreter des Lebensmittelhandwerks, -handels und der -industrie in Nürnberg den Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft gründeten, ist der BLL gefragter denn je und hat sich zu einem renommierten Dialogpartner in Sachen Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde entwickelt.

Anlässlich des runden Jubiläums wurde am 22. und 23. April in zwei der außergewöhnlichsten Locations in Berlin gefeiert - im FELIX ClubRestaurant erwartete die Gäste am Abend u. a. eine Sand-Painting-Show über die Verbandsgeschichte. Im AXICA Tagungs- und Kongresszentrum präsentierten sich am nächsten Tag drei erstklassige Gastredner.

Fachliche Expertise und fortwährender Dialog


Der BLL-Präsident Stephan Nießner bei seiner Ansprache.


Im Rahmen der Vortragsveranstaltung hob BLL-Präsident Stephan Nießner mit Blick auf die Verbandsgeschichte die dialogorientierte Ausrichtung hervor. „Den hohen Respekt, den der BLL bei Politik, Wissenschaft, Behörden und auch Medien genießt, ist unserer fachlichen Expertise und unserem fortwährenden Dialog zu verdanken.“ In diesem Zusammenhang verwies Nießner auf die umfangreichen Kommunikationsaktivitäten zur Aufklärung rund um Lebensmittel.

Zum Download: Die Rede des BLL-Präsidenten Stephan Nießner

Schwerpunkt Ernährungsbildung


Bundesminister Christian Schmidt appelliert an einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.


Das Stichwort Aufklärung wurde auch vom Gastredner Christian Schmidt aufgegriffen. Bundesminister Schmidt sieht einen Schwerpunkt seiner Politik bei Maßnahmen rund um Ernährungsbildung wie z. B. den Ernährungsführerschein. Zudem sprach sich der Minister gegen Überreglementierung aus und äußerte ein klares Bekenntnis zur Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): „Die Politik kann nicht anstelle der Wissenschaft die Sicherheit von Lebensmitteln bewerten. Dafür brauchen wir Institutionen wie die EFSA. Wir können nur die Schlüsse aus der Bewertung ziehen.“

Zum Download: Die Rede des Bundesministers Christian Schmidt

Prinzip Offene EFSA


Die Moderatorin Susan Link interviewt den Geschäftsführenden Direktor der EFSA Dr. Bernhard Url.


Dr. Bernhard Url, Geschäftsführender Direktor der EFSA, konstatierte, dass man für die Akzeptanz der Wissenschaft aber auch Vertrauen brauche und dass es eine der größten Herausforderung sei, den gesellschaftlichen Erwartungen, z. B. nach Schnelligkeit und Verständlichkeit der Abläufe, gerecht zu werden. Hier sah Url, der das Prinzip der „Offenen EFSA“ hinsichtlich Innovation, Kooperation und Offenheit vorstellte, das verbindende Element aller anwesenden Dialogpartner: „Die Bereitstellung sicherer Lebensmittel und Schaffung von Vertrauen“.

Zum Download: Die Rede des Geschäfstführenden Direktors der EFSA Dr. Bernhard Url

Mensch als eigenständiges Subjekt


Professor Dr. Dr. Udo Di Fabio hielt eine leidenschaftliche Ansprache.


Professor Dr. Dr. Udo Di Fabio, Professor für öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, sprach sich für das Leitbild des souveränen Käufers aus und betonte, dass es vollständige Sicherheit durch den Staat nicht geben könne: „Der Mensch muss als Subjekt begriffen werden, der eigenständig handelt, mit dem vollen Risiko, dass uns nicht immer all diese Entscheidungen gefallen.“ Die selbst gestellte Frage, ob dann nicht eine „organisierte Unverantwortlichkeit“ drohe, beantwortete der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts mit einem Plädoyer für Bildung und gegen staatliche Regulierung. So sei das Prinzip Nudging laut Di Fabio schon altbekannt, es handle sich bei dem Wort lediglich um ein neues Gewand für Maßnahmen, bei den Menschen auf eine vorgegebene Art zum Glück geführt werden sollen.



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