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Dialog

Sicherheit auf allen Stufen – Qualitätssicherung bei REWE

Veranstaltungsreihe "Dialog vor Ort"
Im REWE City im TheQ, Berlin, konnten sich die Teilnehmenden des BLL-Dialog vor Ort von Sortiment, Qualität und Kennzeichnung überzeugen. Vergrößern
BLL und REWE haben am 13. November 2014 zum Dialog vor Ort geladen und live am Beispiel gezeigt, wie das Qualitätsmanagement eines großen Handelsunternehmens funktioniert und welche Aspekte zur Qualitätssicherung dazu gehören.

Ende September 2014 hielt die REWE Group auf der Friedrichstraße in Berlin-Mitte Einzug. Ein REWE Supermarkt mit modernen und umweltschonenden Bau- und Einrichtungsstandards wie beispielsweise voll verglaste, geschlossene Kühlmöbel, ein TEMMA, der ausschließlich ökologische und regionale Lebensmittel anbietet, und das neue Gastronomiekonzept „Oh Angie“ sind seitdem einer der Mittelpunkte im Einkaufscenter „TheQ“. Gute zwei Monate später hatten über 20 Stakeholder aus Politik, Behörden, Untersuchungsämtern und Verbraucherorganisationen die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen dieses Dreiklangs zu werfen.

Eigenkontrollen als Fundament


In den Büroräumen der REWE erhielten die Teilnehmenden zunächst einen Überblick zum Thema Qualitätssicherung. Dr. Marcus Girnau, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BLL, erklärte das dreistufige Kontrollprinzip, wobei die Eigenkontrollen der Wirtschaft das Fundament für eine flächendeckende Vorsorge im Verbraucherschutz darstellen. Die Primärverantwortung für die Sicherheit der Lebensmittel liegt bei den Unternehmen.

Dr. Girnau betonte mit Blick auf die amtliche Lebensmittelüberwachung, dass sich der risikoorientierte Ansatz bewährt habe und dass eine hochqualifizierte, effizient arbeitende und gut ausgestattete amtliche Lebensmittelüberwachung für die Lebensmittelwirtschaft essentiell sei.

Dr. Marcus Girnau, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL), gab eine Einführung in die Qualitätssicherung in der Lebensmittelwirtschaft. Vergrößern


Von der Herkunft bis zum Kühlschrank


Im Anschluss erläuterte Dr. Klaus Mayer, Leiter des Qualitätsmanagements bei REWE, das umfassende, stufenübergreifende Qualitätsmanagementsystem entlang der Wertschöpfungskette – von der Herkunft der Lebensmittel bis zum Kühlschrank. Dazu gehören beispielsweise Warenleitlinien, die über die gesetzlichen Standards hinausgehen, wie die Auswahl von Lieferanten, die sich zu nachhaltiger Fischerei verpflichtet haben. Ausführliche Informationen zum Qualitätsmanagement unter: http://www.qualitaet.rewe-group.com/.

Dr. Klaus Mayer, Leiter Qualitätsmanagement REWE, stellte das Qualitätsmanagement der REWE Group, den Listungsprozess und die Nachhaltigkeitsstrategie vor. Vergrößern


Einen Schwenk zum Thema Nachhaltigkeitsengagement gab es mit der Vorstellung des Labels Pro Planet, das Eigenmarkenprodukte der REWE Group kennzeichnet, die über ihre hohe Qualität hinaus positive ökologische oder soziale Eigenschaften besitzen. Ziel ist es, den nachhaltigen Konsum zu fördern und nachhaltigere Produkte zu attraktiven Preisen anzubieten.

Zwischen Theken und Regalen


Nach dem theoretischen Teil ging es in die Praxis. Live im REWE-City und im TEMMA zwischen den Theken und Regalen erklärten die REWE-Mitarbeiter die Wareneingangskontrollen, das Kontrollsystem der Frischetheken und Kühlsysteme, die Rückrufsysteme und das Warenbestellmanagement.

Modernste Kühltechnik: Ministerialdirektor Bernhard Kühnle, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL), probierte die automatischen Türen der Kühlregale. Vergrößern


Des Apfels Druck


Da zu einem großen Handelsunternehmen ein entsprechend umfangreiches Logistikzentrum dazu gehört, ging die Tour anschließend nach Oranienburg, wo ebenfalls Wareneingang und -ausgang sowie Produktprüfungen am Beispiel von Obst und Gemüse veranschaulicht wurden. So sind bei Äpfeln neben der Optik (keine braunen Stellen) auch Druck und Zuckergehalt entscheidend, die stichprobenartig pro Charge gemessen und auch verkostet werden.

Lagerbesichtigung Oranienburg: Ein Mitarbeiter überprüft bei der Warenkontrolle einen Apfel auf seinen Druck. Vergrößern


Nach dieser knapp fünfstündigen „QS-Tour“ mit angeregten Diskussionen zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt von dem Erlebnis, das praktisch zu erfahren, was sie zwar in der Theorie teilweise schon gewusst haben, aber nun erst anhand konkreter Beispiele live vor Ort gesehen haben.



Über den Dialog vor Ort


Der Dialog vor Ort, der 2010 ins Leben gerufen wurde, richtet sich vorrangig an gesellschaftliche Gruppen, die Multiplikatoren zu Themen der Lebensmittelwirtschaft sind, eine sachlich fundierte und offene Diskussion suchen und die vor allem in der Region des gastgebenden Unternehmens aktiv sind. Das sind z. B. Verbraucherschutzverbände und -organisationen, kommunale bzw. regionale Vertreter der Lebensmittelüberwachung, Wissenschaftler und Ernährungsspezialisten, Fachbehörden der Länder und des Bundes, Abgeordnete aus Fachausschüssen oder fachpolitische Sprecher von Fraktionen. Ziel ist ein konstruktiver Austausch der verschiedenen Sichtweisen und Argumente hinsichtlich spezifischer Themen wie Nachhaltigkeit, Qualität, Sicherheit oder Fragen der Ernährung.
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