15.08.2017 | Ernährung

Schulanfang: Gut gestärkt den „Ernst des Lebens“ meistern

6 Tipps für eine ausgewogene Ernährung für Schulkinder
Die Einschulung ist die erste kleine Lebensumstellung. Umso wichtiger ist die richtige, ausgewogene Ernährung, damit unsere großen Kleinen ausreichend Energie haben und sich auf das Lernen konzentrieren können. Wir haben 6 Tipps für den Schulanfang und darüber hinaus zusammengestellt.

Die Schulanfänger in Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben ihre Einschulung bereits erfolgreich geschafft. In den nächsten Wochen folgen die weiteren Bundesländer. Um ausreichend Energie für die neuen Herausforderungen des Schulalltags zu haben, ist für die Kinder eine ausgewogene Ernährung essenziell. Für das körperliche Wachstum, die geistige Entwicklung und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ist eine optimale Versorgung mit Nährstoffen wichtig. Worauf können Eltern achten? Was können sie den Kindern mit in die Schule geben?

1. Regelmäßig, ausgewogen Frühstücken ist der beste Start in den Schultag – idealerweise zweimal


Um sich beim Lernen zu konzentrieren und das Gelernte verarbeiten zu können, benötigen Kinder ausreichend Energie. Daher ist das Frühstück besonders wichtig. Fast 88 Prozent der Altersklasse 3 bis 6 frühstücken zu Hause, so die offiziellen Zahlen. Eine gute Nachricht, denn Kinder sollten nicht mit leerem Magen aus dem Haus gehen, sondern regelmäßig und ausgewogen frühstücken. Ideal ist ein vollwertiges Frühstück zu Hause und ein weiteres in der Schule, so die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

2. Als Pausenverpflegung am besten ein Pausenbrot oder ein alternativ ein Milchprodukt mitgeben


Bei der Pausenverpflegung darf es gerne abwechslungsreich zugehen. Im Vordergrund steht aber immer die Ausgewogenheit. Die DGE empfiehlt als Pausenbrot zum Beispiel ein Vollkornbrot, dünn bestrichen mit Butter, Margarine oder Frischkäse und belegt mit magerem Schinken, fettarmer Wurst, Käse oder einem vegetarischen Brotaufstrich. Anstelle eines Pausenbrotes kann auch ein fettarmes Milchprodukt wie Joghurt, Quark, oder ein ungesüßter Milchdrink mitgegeben werden, so die DGE.

3. Frühstück zu Hause und Schulverpflegung ergänzen und ausbalancieren


Das Frühstück vor der Schule und das in der Schule sollten am besten aufeinander abgestimmt sein, so die DGE. Wenn das Kind zu Hause nichts oder nur wenig gegessen hat, so sei es umso wichtiger, dass das Essen in der Schule energiereicher ausfällt.

Jeden Tag etwas Neues lernen macht Spaß. Aber zwischendurch: Batterien aufladen.


4. Snackbares Obst und Gemüse gehört immer mit dazu


Obst und Gemüse sollten idealerweise zur Pausen- bzw. Zwischenmahlzeit gehören, rät die DGE. Vorportioniert lässt es sich leicht transportieren, snacken und auf den Schultag verteilen. Diejenigen, die wenig Zeit zum Schnibbeln haben, können im Supermarkt auch direkt zu Kirschtomaten, Mini-Gurken oder Baby-Möhren greifen. Auch Nüsse können der Abwechslung dienen. Viele Schulen bieten Obst und Gemüse auch kostenlos an, gefördert von der Europäischen Union. Mit den Schulobst- und Schulgemüseprogrammen will die Regierung eine bewusste und ausgewogene Ernährung von Kindern fördern. Und es gibt gute Nachrichten für das Schuljahr 2017/18: Die EU hat das jährliche Budget für kostenfreies Obst und Gemüse in Schulen erhöht. In Deutschland sollen mindestens 19,7 Millionen Euro für Schulobst und -gemüse zur Verfügung stehen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitgeteilt. Das Schulprogramm gibt es mittlerweile in den meisten Bundesländern.

5. Auch Milchprodukte eignen sich als Zwischenmahlzeit


Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Trinkmilch können eine geeignete Zwischenmahlzeit sein, so die DGE. Wie bei Obst und Gemüse, bieten viele Schulen kostenlose Milch an. Im neuen Schuljahr sollen mindestens 9,4 Millionen Euro für „Schulmilch“ bereitstehen, so das BMEL.

6. Pausenverpflegung auf das Kind zugeschneiden, auf Abwechslung achten


Die DGE rät, die Zwischenverpflegung abwechslungsreich zu gestalten, also Brotsorten, Belag sowie Obst- und Gemüsesorten zu variieren. Hierfür bietet die deutsche Lebensmittelwirtschaft mit mehreren Tausend Produkten alle Möglichkeiten an. Eltern können gemeinsam mit ihrem Kind ausprobieren, was diesem am besten schmeckt.

Mit Informationen von DGE, BZfE und BMEL.


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