Startseite
Pressemitteilung

Die neue Rindfleisch-Etikettierung

Bonn, 25.07.2000 -
Die Rindfleischetikettierungs-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1760/2000) legt fest, dass Rindfleisch mit einer Referenznummer, die die Rückverfolgbarkeit zu einem Tier bzw. einer Gruppe von Tieren gewährleistet sowie mit Nummern des Schlacht- und Zerlegungsbetriebes zu kennzeichnen ist.

Sie wurde wurde im Amtsblatt der EG Nr. L 204 vom 11.8.2000, S. 1 ff. veröffentlicht. Die EG-Durchführungsverordnung zur Rindfleischetikettierungs-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1825/2000) findet sich im Amtsblatt der EG Nr. L 216 vom 26.8.2000, S. 8 ff.

Rindfleisch darf ab dem 1. September 2000 nur noch mit der genannten Referenznummer bzw. einem Referenzcode, der Zulassungsnummern des Schlachthofs und des Zerlegebetriebes sowie der Angabe des Mitgliedstaates oder Drittlandes, in dem Schlachtung bzw. Zerlegung erfolgt sind, in den Verkehr gebracht werden. Diese Angaben müssen ab dem 1. Januar 2002 um Angaben zum Ort der Geburt und Mast ergänzt werden.

Die Durchführungsverordnung enthält neben der Definition von Hackfleisch (Fleisch, das fein zerkleinert oder durch einen Fleischwolf gedreht wurde) Bestimmungen u.a. zu den notwendigen Kontrollen und den Sanktionen bei Verstößen gegen die Rindfleischetikettierungs-Verordnung. Des weiteren wird bestimmt, dass eine Gruppe von Tieren, die neben dem Einzeltier auch Bezugsgröße der Kennzeichnung sein kann, maximal der Tagesproduktion eines Zerlegungsprinzips entsprechen darf.

Beide Verordnungen sind während der nächsten zwei Monate im Internet unter der Adresse http//europa.eu.int/eur-lex/de/oj/index.html verfügbar.

Auf nationaler Ebene wird derzeit noch die Neufassung des Rindfleischetikettierungs-Gesetzes beraten. Mit diesem soll nicht nur sichergestellt werden, dass in Deutschland die Verpflichtungen der zweiten Stufe der EG-Verordnung – Angabe des Geburts- und Mastortes – unmittelbar verpflichtend werden, sondern geregelt werden soll auch die Frage der Überwachungszuständigkeiten. Wie die Presse berichtete, konnten sich Bund und Länder hier insbesondere über die Frage der Kostentragung noch nicht einigen, weshalb das Rindfleischetikettierungs-Gesetz nunmehr im Vermittlungsverfahren ist. Derzeit wird mit einem Abschluss der Beratungen für Ende Oktober gerechnet, so dass die Regelungen spätestens im November in Kraft treten könnten. Erst mit dem Inkrafttreten des nationalen Rindfleischetikettierungs-Gesetzes würden dann die Angaben zur Geburt und Mast, die nach dem Gemeinschaftsrecht erst zum Jahre 2000 verpflichtend werden, für den nationalen Bereich obligatorisch.
Druckansicht
Artikel bewerten

Aktuell

  • Verpackung

    Auf Verpackung lässt sich nicht überall verzichten (Video)

    Auf Verpackung lässt sich nicht überall verzichten (Video) Verpackungen von Lebensmitteln haben wichtige Funktionen. Andererseits soll aber auch Verpackung eingespart werden. Was ist möglich?
    Mehr ...
  • Sicherheit

    "Coffee to go" im mitgebrachten Becher: Worauf im Service zu achten ist (Video)

    "Coffee to go" im mitgebrachten Becher: Worauf im Service zu achten ist (Video) Lehrvideo erklärt richtigen Umgang mit mitgebrachten Mehrwegbechern
    Mehr ...

Meistgelesen

  • Zusatzstoffe

    Liste der Zusatzstoffe und E-Nummern

    In diesem Artikel sind alle Zusatzstoffe mit E-Nummern aufgelistet, die Lebensmitteln zugesetzt werden dürfen.
    Mehr ...
  • Nahrungsergänzung

    Gesetzliche Regelungen für NEM

    Verbraucher können ihr jeweils passendes Nahrungsergänzungsmittel aus einer großen Vielfalt legaler, sicherer, hochwertiger Produkte auswählen. Dafür sorgen gesetzliche Regelungen. Hier die wichtigsten.
    Mehr ...
  • Kennzeichnung

    Lebensmittelinformations-Verordnung

    Die LMIV stellt sicher, dass die Hersteller europaweit einheitliche und klare Vorgaben zur Kennzeichnung haben und dass Verbraucher beim Lebensmittelkauf umfassend informiert werden.
    Mehr ...
zum Lebensmittelmagazin

Noch mehr zu Lebensmitteln & Ernährung: Besuchen Sie unser Online-Magazin lebensmittelmagazin.de

Zum Magazin ...

Presse Presse

  • Pressemitteilung

    Grüner Deal: Klimaschutz und soziale Verträglichkeit müssen vereinbar sein

    Der Grüne Deal stellt hohe Anforderungen an die Lebensmittelwirtschaft und die zukünftige Lebensmittelproduktion. Dafür müssen akzeptable Rahmenbedingungen geschaffen werden.
    Mehr ...

Veranstaltungen Veranstaltungen

  • 17.01.2020 - 26.01.2020

    IGW 2020: Wie schmeckt die Zukunft?

    Die Trendshow der Lebensmittelbranche im Rahmen der Internationalen Grünen Woche geht in die nächste Runde.
    Mehr ...

Publikationen Publikationen

  • Neue Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel

    Neue Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel Dokumentation mit Vorträgen und Fragen-Antworten-Katalog
    Download PDF
  • Nahrungsergänzungsmittel – die wichtigsten Fakten

    Nahrungsergänzungsmittel – die wichtigsten Fakten Informationen zu Nutzen, rechtlichen Vorgaben, Kennzeichnung und Sicherheit.
    Download PDF
  • Lebensmittel-Kennzeichnung verstehen

    Lebensmittel-Kennzeichnung verstehen Erklärung der Angaben auf der Verpackung (Zutaten, MHD, Menge und mehr).
    Download PDF
  • 10 Fragen & Antworten zum MHD

    10 Fragen & Antworten zum MHD Informationen zur Kennzeichnung der Haltbarkeit.
    Download PDF
Facebook Twitter LinkedIn Youtube Instagram RSS-Feed