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Gesunder Lebensstil muss als gesellschaftlicher Wert verankert werden – Lebensmittelwirtschaft begrüßt Ansatz der Bundesregierung im Nationalen Aktionsplan

Bonn, 25.06.2008 -
Der von der Bundesregierung vorgestellte Nationale Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten wird im Grundsatz von der Lebensmittelwirtschaft begrüßt. Dabei nicht mit Reglementierungen und Verboten, sondern mit Anreizen, Motivation und Strukturen eine Kultur des gesundheitsförderlichen Lebensstils in Deutschland zu schaffen, ist nach Ansicht des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL), Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft, der richtige Ansatz. Der BLL fordert allerdings, dass die Ausgangslage für Maßnahmen auf streng wissenschaftlicher Basis bewertet wird und die Maßnahmen selbst auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert sind.

Positiv bemerkt der Bund für Lebensmittelrecht, dass die Bedeutung von Bewegung im Hinblick auf Übergewicht und insbesondere für die Gesundheit generell erkannt ist. Wie die Nationale Verzehrsstudie aktuell bei 20.000 Deutschen ermittelte, ist die Energieaufnahme durch die Ernährung beim Bevölkerungsdurchschnitt nicht zu hoch. Dies zeigt, dass die Rolle des Energieverbrauchs – also der Bewegung – stärker beachtet werden muss. Wichtig bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes wird es sein, der Plattform Ernäh-rung und Bewegung e. V. (peb) eine zentrale Rolle einzuräumen. peb wurde als erstes gesamtgesellschaftliches Bündnis zur Prävention von Übergewicht bei Kindern von der Bundesregierung mit ins Leben gerufen. Der Aktionsplan greift zahlreiche Ansätze aus der Arbeit von peb auf.

Die Lebensmittelwirtschaft unterstützt die Arbeit von peb und bietet eigene Hilfestellungen durch Aufklärungs- und Motivationsaktionen, Initiativen und Medien an. Auch objektive Nährwertinformationen auf Produkten werden weiter verstärkt. Darüber hinaus stellt die Lebensmittelwirtschaft ein vielfältiges Angebot an Produkten für jeden Bedarf zur Verfügung, aus dem der Verbraucher die für ihn „passenden“ Produkte auswählen kann. Der Anteil bedarfsangepasster – z. B. kalorienreduzierter – Produkte stieg von 2003 bis 2007 um 33 Prozent.

Die letztendliche Entscheidung über den persönlichen Lebensstil, die Frage der Ernährung und das Maß an körperlicher Bewegung trifft Jeder eigenverantwortlich. Von Seiten der Politik kann hier lediglich Hilfestellungen gegeben werden. Insofern stützt der BLL den eigenverantwortlichen Ansatz der Bundesregierung im Rahmen des Aktionsplans. Es gilt, Kompetenzen zu stärken und sich auf das Wesentliche, nämlich Verständnis, Bildung und Motivation zu konzentrieren. Ansätze wie Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln oder Werbebeschränkungen bieten keine Lösung, da sie nicht an den Ursachen für Übergewicht ansetzen.
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