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Nährwertkennzeichnung

Leistungen der Lebensmittelwirtschaft müssen anerkannt werden

Bonn, 14.01.2009 -
"Das Engagement und die Initiativen der Lebensmittelwirtschaft im Bereich der Nährwertkennzeichnung müssen von der Politik anerkannt werden", forderte Susanne Langguth, Vorstandsmitglied des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) auf dem Neujahrsempfang des Spitzenverbandes der Lebensmittelwirtschaft in Bonn.

v. l. n. r.: Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg (Präsident BVL), Susanne Langguth (Vorstandsmitglied BLL), Prof. Klaus G. Grunert (Direktor Forschungszentrum für Kundenbeziehungen im Lebensmittelsektor) Vergrößern
"'Weniger ist mehr!' muss das wichtigste Leitmotiv für die neue europäische Regelung zur Lebensmittelinformation mit einer Konzentration auf die zentralen Angaben zum Kaloriengehalt und die Hauptnährstoffe sein", bekräftigte Langguth. Sie erneuerte die Forderung der Lebensmittelwirtschaft an die Politik, die bisherigen Anstrengungen zur Nährwertinformation bei der aktuellen Gesetzgebungsdiskussion zu honorieren und einer Kennzeichnung von Lebensmitteln in Ampelfarben endgültig eine Absage zu erteilen. In den vergangenen Jahren hat die Lebensmittelwirtschaft mit erheblichem finanziellen Aufwand Nährwertkennzeichnung auf der Mehrzahl der Erzeugnisse freiwillig eingeführt, binnen der nächsten beiden Jahre werden nahezu alle Lebensmittel solche Informationen tragen.

Die in sechs Ländern durchgeführte paneuropäische EUFIC-Studie zum Ernährungswissen der Verbraucher bestätigt den Erfolg der Bemühungen der Lebensmittelwirtschaft um Nährwertinformation auf sachlich-faktischer Grundlage. Die Angaben in Nährwerttabellen und als GDAs (Guideline Daily Amount = Richtwert für die Tageszufuhr) werden richtig interpretiert. Allerdings sehen 73 % der Befragten die rote Ampel als Warnung vor dem Verzehr des Lebensmittels. Prof. Klaus G. Grunert, Direktor des Forschungszentrums für Kundenbeziehungen im Lebensmittelsektor und wissenschaftlicher Leiter der Studie, hob hervor, dass die tatsächliche Verwendung der gebotenen Informationen trotz guten Verständnisses verbessert werden sollte. Zentraler Punkt ist deshalb die Motivation der Verbraucher, die gebotenen Informationen auch zu nutzen - etwa durch frühzeitige Aufklärung und Erziehung.

Der neue Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, stellte die Arbeit seiner Behörde vor mit der zentralen Aufgabe der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit vor dem Hintergrund eines globalisierenden Umfeldes. So bietet der Lebensmittelhandel im Internet Risiken, denen es zum Schutze des Verbrauchers mit neuen Konzepten zu begegnen gilt. Weitere Herausforderungen in einem globalen Markt ergeben sich auch aus der in Europa nicht einheitlichen Einordnung von Produkten in den Lebensmittel- oder Arzneimittelbereich.


Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette –– Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete –– an.
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