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Dialog

BLL fordert interdisziplinäre Maßnahmen im Kampf gegen Übergewicht

Berlin, 02.02.2017 -
Anlässlich der Ergebnisse des 13. DGE-Ernährungsberichts zur Übergewichtsentwicklung bekräftigt der BLL seine Forderung nach einem interdisziplinären Ansatz im Kampf gegen Übergewicht. Neuste Zahlen der DGE belegen, dass das Übergewicht bei Kindern im Grundschulalter stagniert und in einigen Bundesländern sogar rückläufig ist. „Das sind positive Nachrichten. Ich finde es schade, dass wir immer nur negativ kommunizieren und nicht davon sprechen, dass nahezu 90 Prozent und mehr der Kinder keine Probleme mit dem Übergewicht haben“, kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des BLL, das Fazit der DGE zum Ernährungsbericht, das die Anzahl der übergewichtigen Kinder in den Fokus stellt. „Außerdem stelle ich mir die Frage, ob wir nicht neu über das angebliche Normalgewicht nachdenken sollten. Vielleicht hat das System des BMI ausgedient? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Studien zeigen, dass ein leicht höherer BMI mit einer höheren Lebenserwartung einhergeht“, so Christoph Minhoff weiter. Damit bezieht er sich auf die Aussage des Ernährungsberichts, dass der normalgewichtige Mann bereits im Alter von 30 bis 35 Jahren in der Minderheit wäre.

Zu der steigenden Zahl der Übergewichtigen insbesondere in der Altersklasse der Berufstätigen erklärt der BLL-Hauptgeschäftsführer: „Die Zahlen der neusten DGE Studie belegen, dass wir dringend interdisziplinäre Maßnahmen entwickeln müssen, um diesen Trend zu stoppen. Es reicht nicht aus, einseitig an der Schraube der Ernährung zu drehen, wir müssen insbesondere das Arbeitsumfeld der Menschen so gestalten, dass ausreichende Bewegung Platz findet und Stress reduziert werden kann.“ Es ist wissenschaftlich anerkannt, dass Übergewicht viele unterschiedliche Ursachen hat. Nicht nur Ernährungsgewohnheiten, sondern vor allem das Bewegungsverhalten, genetische Dispositionen und soziale Prägungen sind maßgebliche Einflussfaktoren.

„Wir, die Lebensmittelwirtschaft, nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung für einen gesunden Lebensstil durch vielfältige Maßnahmen wahr“, so Christoph Minhoff weiter. Dazu zählen für ihn das Angebot einer Vielzahl unterschiedlicher Produktalternativen, die neben klassischen Varianten kalorien-, zucker-, salz- und/oder fettreduzierte Produkte umfassen sowie das Angebot unterschiedlicher Verpackungsgrößen. Dazu gehören auch die kontinuierlichen Weiterentwicklungen der Rezepturen und die stetige Fortentwicklung der Produktzusammensetzung. Mithilfe der gesetzlich vorgeschriebenen, transparenten Nährwertkennzeichnung wird dem Konsumenten die Möglichkeit gegeben, eigenverantwortlich eine Auswahl entsprechend seiner konkreten individuellen Bedürfnisse und ihrer aktuellen Lebenssituation aus dem umfassenden Lebensmittelangebot zu treffen. So stellen wir Wahlfreiheit für die Menschen her. Zudem engagiert sich die Lebensmittelbranche im Bereich der Aufklärung, vermittelt Basisinformationen zu einzelne Produktgruppen und deren Bedeutung für die gesamte Ernährung und fördert sportliche und soziale Projekte zum Thema Ernährung und Gesundheit.

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette – Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete – sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.

Für weitere Informationen:
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Christoph Minhoff
Hauptgeschäftsführer
Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 206143-135, Fax: +49 30 206143-235
E-Mail: cminhoff@bll.de

BLL-Öffentlichkeitsarbeit
Monika Larch
Tel.: +49 30 206143-127, Fax: +49 30 206143-227
E-Mail: mlarch@bll.de, Internet: www.bll.de
Twitter: https://twitter.com/BLL_de, Facebook: www.facebook.com/BLL.de
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