Produktmonitoring bestätigt Fortschritte bei Zucker- und Salzreduktion
Berlin, - Die heute veröffentlichten Ergebnisse des Produktmonitorings des Max Rubner-Instituts (MRI) zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) zeigen: Die Lebensmittelwirtschaft hat in vielen Produktgruppen die Zusammensetzung ihrer Produkte weiter angepasst. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei Frühstückscerealien aus. Seit 2016 ist deren durchschnittlicher Zuckergehalt um rund 21 Prozent gesunken, bei Frühstückscerealien mit Kinderoptik sogar um knapp 44 Prozent. Auch bei Brot und Kleingebäck sowie bei Suppen wurden die durchschnittlichen Salzgehalte reduziert. Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbandes Deutschland, ordnet die Ergebnisse auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussion über eine Zuckersteuer ein: „Die Ergebnisse unterstreichen den Wert des freiwilligen Ansatzes der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie. Wo Reformulierungen technologisch sinnvoll und für Verbraucher akzeptabel sind, werden sie umgesetzt. Produktentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess. Rezepturen verändern sich nicht auf Knopfdruck, sondern brauchen Forschung, Zeit und Investitionen. Wer trotz dieser Erfolge dennoch einen politischen Kurswechsel vollzieht und eine Zuckersteuer einführt, konterkariert den bisherigen Erfolgsweg, verspielt das Vertrauen der Hersteller und macht die Grundlage für weitere freiwillige Reformulierungen obsolet. Am Ende werden Verbraucher mit höheren Preisen belastet, um die Staatskassen zu füllen.“