16.01.2019 | Startups

Chips und Dips aus Hülsenfrüchten: Vielseitige Proteinquelle im Alltagsformat

Interview mit Startup Hülsenreich im Vorfeld der Grünen Woche
Linsen, Bohnen, Kichererbsen – Hülsenfrüchte sind protein- und ballaststoffreich und besonders vielseitig. Auf deren großes Potenzial schwört das Food-Startup Hülsenreich, das verschiedene Hülsenfrüchte zu Snacks und Dips verarbeitet. Das Gründer-Trio im Interview.

Hülsenreich ist Partner-Startup am Gemeinschaftsstand der deutschen Lebensmittelwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche 2019. Wir haben mit den Gründern vorab über ihre Idee und Produkte gesprochen.

Interview mit dem Snack-Startup Hülsenreich


Das Interview erschien zuerst auf bve-online.de.

„Lass die Hülsen fallen!“ – Mit diesem Spruch werbt ihr auf eurer Website für euer Startup Hülsenreich. Für alle, die euch noch nicht kennen: Was macht ihr genau?

Hülsenreich: Mit hülsenreichen Snackprodukten auf der Basis von Kichererbsen, Linsen und Bohnen bieten wir eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Snackprodukten an und fördern damit nicht nur eine vollwertige Ernährung, sondern auch eine nachhaltige Landwirtschaft. Mit Schokolade ummantelte Kichererbsen, geröstete Ackerbohnen, Tortilla-Chips aus schwarzen Bohnen und Dips auf Basis von Linsen und Kichererbsen sind die ersten Produkte, die Hülsenreich entwickelt hat und die ab Frühjahr 2019 im Online- und Offlinehandel verfügbar sein werden. Sämtliche Produkte sind bio-zertifiziert, vegan und glutenfrei und damit auch für Allergiker und Menschen mit besonderen Ernährungsgewohnheiten bestens geeignet.

Wie wird das Hülsenreich den Geschmack der Zukunft beeinflussen?

Hülsenreich: Hülsenfrüchte schaffen es, für zwei der aktuell größten Ernährungsprobleme eine Lösung zu bieten: Sie liefern pflanzliches Protein und sind so ein wichtiger Teil einer pflanzenbasierten Ernährung, die sowohl für unseren Körper als auch für unsere Umwelt zu bevorzugen ist. Zusätzlich verbessern Hülsenfrüchten beim Anbau durch Stickstofffixierung die Qualität der Ackerböden. Sie können so eine nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen, die bei wachsender Weltbevölkerung einen immer höheren Stellenwert einnimmt.



Hierzulande liegen Hülsenfrüchte aufgrund ihrer zeitaufwendigen Verarbeitung und ihrem altbackenen Image aus Omas Linseneintopf bisweilen leider noch in einem Dornröschenschlaf, aus dem wir sie durch die Verarbeitung zu massentauglichen, attraktiven Snack-Produkten wecken möchten. Mit Hülsenfrüchten sind wir in der Lage, einen gesunden Snack auf den Markt zu bringen, der nicht nur uns, sondern auch der Umwelt gut tut.

Was wird es bei euch am Gemeinschaftsstand der Lebensmittelwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche 2019 zu entdecken geben?

Hülsenreich: Wir werden mit unseren gerösteten Kichererbsen und Ackerbohnen anreisen, die sehr gern probiert werden können. Unsere Ernährungswissenschaftlerin Emilie bringt außerdem reichlich Wissen zum Thema Hülsenfrüchte mit und gibt am 24. Januar beim Cook & Talk ab 16 Uhr Praxistipps, wie Hülsenfrüchte einfach in die tägliche Ernährung mit eingebunden werden können.

Vielen Dank für das Interview!


Den Gemeinschaftsstand der Deutschen Lebensmittelwirtschaft „Wie schmeckt die Zukunft?“, organisiert von BLL und BVE, findet sich auf der Internationalen Grünen Woche 2019 in Halle 22a.


* Die Antworten von Interviewpartnern auf dieser Website geben deren Position wieder, die sich nicht zwangsläufig mit der des Verbands BLL deckt.
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