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Kennzeichnung

Nährwertinformation / Nährwertkennzeichnung

Beispielhafte Nährwerttabelle mit Pflichtangaben pro 100g und zusätzlicher freiwilliger Angabe pro Portion auf einem Müsliriegel Vergrößern
Die Nährwertkennzeichnung macht Angaben zur Nährstoffzusammensetzung sowie zum Brennwert/Energie des Lebensmittels.

Verpflichtende Nährwertkennzeichnung: Nährwerttabelle


Mit der Lebensmittelinformations-Verordnung wurde die Nährwertkennzeichnung bei verpackten Lebensmitteln in der gesamten Europäischen Union einheitlich verbindlich. So müssen seit Dezember 2016 bei praktisch allen verpackten Lebensmitteln die Energie sowie die Mengen an den sechs Nährstoffen Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz angegeben werden. Die Nährwertkennzeichnung erfolgt in tabellarischer Form und weist die Angaben pro 100 g bzw. 100 ml aus. So sind die Lebensmittel miteinander vergleichbar. Schon vor Einführung der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung trugen mehr als 80 Prozent der verpackten Lebensmittel eine entsprechende Kennzeichnung.



Video: Nährwerttabelle & mehr – Was steht drauf?


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Freiwillig möglich: GDA-Kennzeichnung


Zusätzlich zu den Pflichtangaben im Rahmen der Nährwerttabelle sind Angaben zu Referenzmengen für die Zufuhr von Energie und ausgewählten Nährstoffen (engl. Guideline Daily Amounts, GDAs) zulässig. Die Angaben können entweder in Ergänzung der Nährwerttabelle erfolgen oder auch im Hauptsichtfeld, also etwa auf der Vorderseite der Verpackung. Sie können sich auf 100 g/ml oder eine Portion des Lebensmittels beziehen. Immer erforderlich ist im Zusammenhang mit der Angabe pro Portion die zusätzliche Kalorienangabe pro 100 g/ml, denn die Verbraucher sollen den Energiegehalt auch bei den Referenzmengen immer unabhängig von der Portionsgröße er fahren. Die Referenzmengenangabe pro Portion ist eine Hilfestellung zur Einordnung der üblichen Verzehrmenge eines Lebensmittels im Verhältnis zu den vorgegebenen täglichen Referenzmengen für Energie sowie Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz.



Doch was sind eigentlich Referenzmengen? Referenzmengen sind eine Orientierung für die Zusammenstellung der täglichen Ernährung. Sie beruhen auf allgemeinen Ernährungsempfehlungen in Bezug auf die tägliche Aufnahme von Kalorien und den wichtigsten Nährstoffen. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine durchschnittliche tägliche Kalorienaufnahme von 2.000 kcal/Tag für Frauen und von 2.500 kcal/Tag für Männer. Der Europäische Gesetzgeber hat seine Referenzmengen an der Empfehlung für Frauen orientiert und dann den Ernährungsempfehlungen entsprechende Referenzmengen für Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker und Salz festgelegt.

Referenzmengen (GDAs) für die Zufuhr von Energie und ausgewählten Nährstoffen für einen durchschnittlichen Erwachsenen


Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben


Ebenfalls freiwillig ist die Verwendung nährwert- und gesundheitsbezogener Angaben. Geregelt ist allerdings, welche Angaben unter welchen Voraussetzungen verwendet werden dürfen. Voraussetzung ist zunächst, dass die Angaben wissenschaftlich abgesichert und verständlich formuliert sind, zusätzlich müssen sie noch ausdrücklich zugelassen sein. Dies geschieht europaweit einheitlich durch den Gesetzgeber, der dann auch vorschreibt, wie die Angaben zu erfolgen haben.

Nährwertampel


Der Lebensmittelverband Deutschland befürwortet sachliche Informationen und sinnvolle Transparenz und steht deshalb einer sogenannten Nährwertampel kritisch gegenüber. Für mehr Informationen siehe den Übersichtsartikel zur Ampelkennzeichnung.

Nährwert-Label: Erweiterte, vereinfachte Nährwertkennzeichnung „front of pack“


Ein vereinfachtes, visuell arbeitendes Nährwertkennzeichen vorne auf der Lebensmittelverpackung soll den informierten Einkauf in Zukunft einfacher machen. Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag verpflichtet, ein solches Kennzeichnungssystem in Deutschland einzuführen. Diese zusätzliche, freiwillige Kennzeichnung im Hauptsichtfeld soll die Nährwerttabelle ergänzen. Mehr Informationen in den folgenden Unterartikeln:

  • Modell des Lebensmittelverbands zur vereinfachten Nährwertkennzeichnung (BLL-Modell)
    Modell des Lebensmittelverbands zur vereinfachten Nährwertkennzeichnung (BLL-Modell)
    Ein Nährwertkennzeichnungsmodell, das auf der Vorderseite von verpackten und verarbeiteten Lebensmitteln die wesentlichen Nährstoffe sowie die Kalorienzahl anschaulich und leicht verständlich visualisiert, hat der Lebensmittelverband (ehemals BLL) im April 2019 vorgestellt. Mehr ...
  • Nutri-Score
    Nutri-Score
    Der Nutri-Score ist ein französisches System zur Kennzeichnung des Nährwertprofils eines Lebensmittels auf der Verpackungsvorderseite in Buchstaben und Ampelfarben. Die Gesamtbewertung erfolgt auf Grundlage eines Bewertungsalgorithmus. Mehr ...
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    Neue Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel Dokumentation mit Vorträgen und Fragen-Antworten-Katalog
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  • Nahrungsergänzungsmittel – die wichtigsten Fakten

    Nahrungsergänzungsmittel – die wichtigsten Fakten Informationen zu Nutzen, rechtlichen Vorgaben, Kennzeichnung und Sicherheit.
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  • Lebensmittel-Kennzeichnung verstehen

    Lebensmittel-Kennzeichnung verstehen Erklärung der Angaben auf der Verpackung (Zutaten, MHD, Menge und mehr).
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    10 Fragen & Antworten zum MHD Informationen zur Kennzeichnung der Haltbarkeit.
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