21.05.2021 | Ernährung

Konsumentinnen und Konsumenten schätzen Geschmack und Sicherheit

BMEL stellt Ernährungsreport 2021 vor
Genuss, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Sicherheit – die Prinzipien, nach denen die deutsche Lebensmittelwirtschaft handelt, stehen absolut im Einklang mit den Wünschen und dem Einkaufs- und Essverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten. Das zeigen die Ergebnisse des Ernährungsreports 2021, den das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa jetzt vorgestellt hat.

Nahezu jeder der 1.000 Befragten vertraut auf die Sicherheit der Lebensmittel. 83 Prozent sprechen damit nicht nur den Lebensmitteln, sondern auch deren Produzenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette ihr Vertrauen aus. Dies ist ein Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei der Lebensmittelauswahl steht neben dem Geschmack als Kaufkriterium Nummer Eins (96 Prozent) die Vielfalt im Vordergrund, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher legen auf unterschiedliche Aspekte wert. Diese haben aber alle eins gemein – sie zeugen davon, dass die Menschen sich bewusst ernähren und bewusste Entscheidungen für sich und ihre Umwelt treffen wollen. Deshalb ist beispielsweise der Konsum vegetarischer und veganer Ersatzprodukte, die zum größten Teil aus geschmacklicher Neugier, gefolgt von Tierschutzgründen gekauft werden, gestiegen. Alternativen zu tierischen Produkten nehmen acht Prozent der Befragten nach eigenen Angaben mindestens einmal täglich zu sich. Der Anteil der Vegetarier:innen und Veganer:innen hat zudem zugenommen auf zehn bzw. zwei Prozent.

Weiterhin geben zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) an, dass sie immer bzw. meistens auf das „Regionalfenster" achten. Ähnlich viele (64 Prozent) schauen immer oder meistens auf das „Biosiegel". Generell ist 82 Prozent der Menschen wichtig, dass Produkte aus der Region kommen. Dies zählt vor allem bei frischem Gemüse, Obst und Eiern. Wert legen die Bundesbürger:innen auch darauf, dass Gemüse oder Obst gerade Saison haben (78 Prozent). Häufiger als noch im Vorjahr sind den Befragten Angaben darüber, ob ein Produkt umweltverträglich erzeugt wurde, auf Lebensmittelverpackungen (sehr) wichtig. Auch der Wunsch an die Landwirtschaft, umweltschonende Produktionsmethoden anzuwenden, ist im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen (von 52 auf 57 Prozent). 54 Prozent wollen, dass Emissionen verringert werden. Den Nutri-Score hat knapp jeder Zweite bis jetzt wahrgenommen und auch für eine Entscheidung innerhalb einer Produktkategorie genutzt.

Weitere Informationen unter https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2021.html
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